









Tracks and Traces, Kunsthaus Langenthal 2026, Photos: Cedric Mussano
Die für Aquarelle ungewöhnlich grossen Blätter aus Büttenpapier liegen beim Arbeiten oft
am Boden. Hauri benutzt grosse Mengen Wasser, das über das Papier fliesst, Farbe
verteilt oder und bereits gemalte Formen löst, sich sammelt, verdunstet. Ein
entscheidender Faktor ist dabei für den Künstler, dass sich in Aquarell gemalte Bilder
wieder aktivieren lassen, manchmal Monate oder Jahre nach der letzten Bearbeitung.
Hauri macht gemalte, getrocknete Flächen mit Wasser wieder bearbeitbar und geht dabei
mit Pinseln, Schwämmen und Bürsten ans Werk. Er stellt Schichten her und trägt sie
wieder ab. Der Körpereinsatz ist beim Betrachten spürbar, obwohl er nicht als expressiver
Ausbruch, sondern langsam passiert. Er zeigt sich zudem an den Fussabdrücken, die auf
einigen Bildern sichtbar sind. Bei seinen experimentellen Malprozessen legt Thomas Hauri
oft Gegenstände und eigens geschaffene Formen unter und auf das Papier, um das
Wasser zu steuern und den Abrieb zu beeinflussen. Wichtig ist die Spannung zwischen
Kontrolle und Kontrollverlust. Hauri sagt: «Ich suche etwas, was ich noch nicht kenne».
Dabei entstehen über lange Zeiträume Bilder, die ungegenständlich sind und doch
Körperhaftes, Organisches sowie Räumliches andeuten. «Sie sind auf der Kippe», sagt
der Künstler. Eine besondere Bedeutung kommt auch der Hängung zu. In drei
aufeinanderfolgenden Räumen hat Hauri zwölf Arbeiten angeordnet, die zum Grossteil
erstmals gezeigt werden. Aus einzelnen Arbeiten wird eine Installation, in die eingetaucht
werden kann. Verstärkt wird der Eindruck durch das Verschliessen eines Durchgangs,
wodurch die Installation in sich geschlossen ist und die Räume zweimal durchquert
werden müssen. Die Hängung geht präzise auf die Eigenheiten der Ausstellungsräume im
umgenutzen Gemeindehaus ein und referiert mit den Abstufungen auf Langenthals alte
Hochwasser-Infrastruktur mit seinen Treppen und hohen Trottoirs.
Kuratiert von Raffael Dörig, Leiter Kunsthaus Langenthal und Marius Quiblier, wissenschaftlicher
Mitarbeiter Kunsthaus Langenthal

Swiss Art Awards 2025 Photo: Gina Folly









Untitled (Self-Portrait), 2001 - 2020, watercolour on Arches paper, 82.7 x 67.5 cm

Innewohnend, A tredici Biel/Bienne, 2024, Photography: Viktor Kolibàl

K. espace d'art contemporain ( les halles ), Porrentruy, 2021, Photography: Jeannette Mehr

K. Edition of 15, espace d'art contemporain ( les halles ), Porrentruy, 2021, Photography: Jeannette Mehr
K. espace d'art contemporain ( les halles ), Porrentruy, 2021
Kloster Schönthal, 2021
Kloster Schönthal, 2021, Photography: Jeannette Mehr


Transfer, 2020, substracted studio floor (cement, dust, dirt, watercolour, pencil) on PVC adhesive film, 220 x 180 cm, La Vitrine 17, Dreier Frenzel Lausanne, 2020

Untitled, 2018, watercolour on Arches paper, 200 x 200 cm

Auswahl 18, Aargauer Kunsthaus, Aarau, 2018

Liquid Planet, Abstract Painting today, Kunsthaus Baselland, Muttenz, 2018, Photography: Serge Hasenböhler

Models of Thought, BALTSprojects Zürich, 2018, Left: Peter Märkli, Photography: Jon Naiman
Untitled, 2017, watercolour on Arches paper, 170 x 225 cm, collection Kunsthaus Aarau


Point Triple de la matière, 2017, Fondation Fiminco, Romainville/Paris Photography: Charles Duprat

Swiss Art Awards, 2017, Courtesy: Bundesamt für Kultur, Guadalupe Ruiz, 2017

Auswahl 16, 2016, Aargauer Kunsthaus Aarau








Thomas Hauri, Kunsthaus Baselland, Muttenz/Basel, 2016, Photography: Jeannette Mehr


Exhibition catalogue, Thomas Hauri Kunsthaus Baselland, 2016

Fabric for La Cri, A/W 16-17 Collection, Photography: Simon Habegger, Mode Suisse

When I look at things I always see the space they occupy, 2012, Kunsthalle Basel, in the foreground: Capucine Vandebrouck, Photography: Gunnar Meier

Schwarzwaldallee Basel, 2012, Photography: Jeannette Mehr

Untitled, 2001, Oil on wood, 18 x 25 cm